Peace Prize 2015

Edit Schlaffer is awarded the Soroptimist International of Europe Peace Prize 2015

Edit Schlaffer was awarded the Soroptimist International Europe Peace Prize 2015 for her work with Women without Borders, at the Soroptimist International Convention in Istanbul.

This award honors all of Women without Borders/SAVE’s partners who are working to build peace and security in their communities. It provides evidence that female leadership exists at each and every level. Women have always been leading for peace to make the world more secure, but now we need more than ever to highlight the role of mothers. Mothers are on the frontlines and they need to be acknowledged and supported in this crucial role. SAVE seeks to a establish a global innovative security approach, which engages mothers as a valuable embedded security ally on the homefront.

Edit Schlaffer erhält den Friedenspreis von Soroptimist International Europa 2015 in Istanbul

 

Ihr wichtigstes Projekt „Mütter gegen Terrorismus“

Edit Schlaffer, Sozialwissenschaftlerin und Autorin, gründete 2002 „Frauen ohne Grenzen“.

 

Es ist eine internationale Dialog- und Kooperationsorganisation für Frauen weltweit. Sie berichtet über Mütter als wichtige Verbündete und Akteurinnen im Bereich der Sicherheit und eine Geheimwaffe gegen Radikalisierung: Zuwendung und Zuhören.

 

Edit Schlaffer: Gewaltfreie und friedliche Konfliktlösungen sind nicht nur in Krisenländern, sondern weltweit notwendig. Diese Lösungen werden nur möglich sein, wenn Frauen als Verhandlungspartner Teil der notwendigen Dialoge sind. Terror und Kriege laufen nach patriarchalen Mustern ab, zuschlagen und rächen. Was für Frauen in diesem Szenario meistens überbleibt: Versöhnungsarbeit und Wiederaufbau.

 

Genau deshalb hat sie 2002 „Frauen ohne Grenzen“ gegründet, damit Frauen weltweit eine Plattform haben, um als Strateginnen dieses Machtungleichgewicht gezielt zu verändern.

 

Seit 2008 betreibt Frauen ohne Grenzen „Sisters Against Violent Extremism“ (SAVE), die erste globale weibliche Antiradikalisierungsplattform. In von Terror betroffenen und bedrohten Ländern – von Tadschikistan über Pakistan bis Indien/Kaschmir, Indonesien und Nigeria – hat SAVE das Projekt „Mütterschulen gegen Extremismus“ in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen implementiert, um besorgten Familien dabei zu unterstützen, bereits die Frühwarnsignale von Radikalisierung bei ihren Kindern zu identifizieren und darauf zu reagieren.

In den Mütterschulen werden Mütter als wichtige Verbündete und Akteurinnen im Bereich der Sicherheit etabliert, eine bislang nicht erkannte und vor allem unerforschte Quelle innerhalb der Anti-Terror Interventionen. Im Rahmen der Workshops werden Frauen mit entsprechendem Training ausgebildet und mit Know-how ausgestattet, um in kompetenter Weise auf ihre Kinder eingehen zu können, ihnen zuzuhören und ihnen Alternativen anzubieten, um gewalttätigem Extremismus aktiv entgegentreten zu können.

 

Wie wir alle wissen, ist heute die Flüchtlingssituation die größte nicht nur humanitäre, sondern auch globale soziale und politische Herausforderung. In erster Linie ist Europa betroffen und nun geht es um alles: um die Flüchtlinge, darum, in welcher Gesellschaft wir leben, wie standhaft Europa unsere Werte vertreten und verteidigen wird können.

Realistisch und gleichzeitig menschlich handeln zu dürfen dürfen keine unüberbrückbaren Widersprüche sein. Da die Verantwortung aber global ist, können wir die Golfstaaten und Saudi Arabien nicht weiterhin auf der Zuschauertribüne lassen, von wo aus sie die Lage begutachten, aber gleichzeitig sehr in den kriegerischen Auseinandersetzungen ihre parteiliche und kämpferische Präsenz demonstrieren. Es ist auch wichtig, uns daran zu erinnern, dass Saudi Arabien den Vorsitz im UN Menschenrechtsrat hat. Welche Rolle spielen sie genau in der Verteidigung der Rechte der verfolgten Minderheiten in den Fluchtregionen?

 

Frauen auf der Flucht sind extrem verletzlich. Die klassischen patriarchalen Übergriffe von Belästigung bis zu Vergewaltigung sind gerade in diesen Extremsituationen Teil ihrer Realität, tabuisiert und verheimlicht, entsprechend den Regeln von Scham und Schande.

 

Syrische Flüchtlinge kommen nach Europa, europäische Jugendliche brechen nach Syrien auf, um sich Rebellengruppen wie dem Islamischen Staat anzuschließen: